Mietkaution - Verzinsungspflichtig anlegen!

Mietkaution – Verzinsungspflichtig anlegen!

Veröffentlicht am

Mietkaution - Verzinsungspflichtig anlegen!Eine Mietkaution ist eine Sicherheitsleistung, des Mieter an den Vermieter. Die genaue Höhe der Mietkaution wird im Mietvertrag vereinbart. Die Mietkaution darf maximal drei Monatsnettokaltmieten betragen. Jedoch besteht die Möglichkeit, die Mietkaution in drei Raten zu zahlen. Die erste Rate muss immer zu Beginn des Mietverhältnisses gezahlt werden, die zweite und dritte Rate muss in den folge Monaten geleistet werden.

Möglichkeiten der Mietkaution

Die Mietkaution kann auf verschiedene Arten geleistet werden. Die gängigste Art ist die Barkaution, sprich die Überweisung oder die Barauszahlung. Mieter müssen die Kaution jedoch weder bar zahlen, noch auf ein privates Konto überweisen. Viel mehr können Mieter darauf bestehen, die zu leistende Mietkaution nur auf ein insolvenzfestes Konto zu überweisen. Eine andere Möglichkeit die Mietkaution zu entrichten, ist eine Bürgschaft. Bei einer Bürgschaft übernimmt ein dritter z.B. eine Bank, die Mietkaution für den Vermieter.

Haben Sie gewusst, dass der Vermieter verzinsungspflichtig ist?

Die Mietkaution muss vom Vermieter zinsbringend auf einem insolvenzfesten Konto angelegt werden. In der Schlussrechnung werden etwaige Wohnungsschäden oder ausstehende Zahlungen mit der geleisteten Mietkaution verrechnet. Der Vermieter ist verpflichtet den Restbetrag der Mietkaution inklusive der Zinserträge an den Mieter auszuzahlen, denn die Zinserträge stehen allein dem Mieter zu. Jedoch kann der Mieter die Auszahlung der Mietkaution nicht direkt nach der Rückgabe der Wohnung verlangen, denn dem Vermieter steht eine Abrechnungsfrist zu, die bis zu sechs Monate betragen kann.

Welche Mängel werden von der Mietkaution abgedeckt?

Natürlich kann der Vermieter nicht alle Mängel auf den Mieter schieben. Unser Tipp: Fertigen Sie ein Übergabeprotokoll an. In einem Übergabeprotokoll werden, bei einer gemeinsamen Begehung der Wohnung, alle sichtbaren Mängel und erforderlichen Nachbesserungen notiert. So kann in einem möglichen Streitfall genau Position bezogen werden. Haben Vermieter und Mieter alle berechtigten Mängel festgehalten, erhält der Mieter eine Frist, innerhalb der er die vereinbarten Mängel beheben muss. Falls der Mieter die Mängel nicht eigenständig beheben kann oder möchte, ist es möglich die Mängelbeseitigung über den Vermieter via Rechnung abzuwickeln. Stellt der Vermieter nach geraumer Zeit weiter Mängel fest, die nicht im Übergabeprotokoll vermerkt wurden, so können diese nicht mehr geltend gemacht werden.

Aufgepasst! Der Mieter hat zu überprüfen, ob die vom Vermieter gestellten Ansprüche rechtens sind. Bestehen Zweifel, raten wir Ihnen einen Rechtsanwalt aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

 

Erstberatung im Mietrecht ab 49,-€

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Zur Jurato Website