Urlaubsanspruch - Das ist zu beachten!

Urlaubsanspruch – Das ist zu beachten!

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Urlaubsanspruch - Das ist zu beachten!Für viel von uns ist es die schönste Zeit im Jahr. Der Urlaub, ob alleine, mit Freunden oder mit der gesamten Familie, der Erholungsfaktor ist vor programmiert. Gerade die Erholung spielt eine der wichtigsten Rollen in unserem Arbeitsleben. Deshalb sieht auch das Arbeitsrecht einen gesetzlichen Mindesturlaub vor. Wie lange, ob und ab wann Sie Urlaub haben ist das Thema in den folgenden Abschnitten, außerdem viele nützliche Informationen rund um das Thema Urlaub.

Generell gefragt: Wer hat alles Anspruch auf Urlaub?

Nach dem Bundesurlaubsgesetz hat jeder Arbeitnehmer, egal ob er in Vollzeit oder Teilzeit, zur Aushilfe, als Praktikant oder als Auszubildender beschäftigt ist, in jedem Kalenderjahr einen gesetzlichen garantierten Anspruch auf einen bezahlten Mindesturlaub. Sonderfälle bilden Jungendliche und Schwerbehinderte Menschen.

Wie viel Urlaub steht Ihnen als Arbeitnehmer zu?

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt gemäß §3 (BUrlG) 24 Werktage gerechnet auf eine 6-Tage-Woche. Da in den meisten Unternehmen lediglich nur eine 5-Tage-Woche vertraglich vereinbart ist, reduziert sich der Mindesturlaubsanspruch auf 20 Werktage. Der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch ist verpflichtend und darf vertraglich nicht unterschritten werden. Zusätzlicher Urlaub kann natürlich jederzeit mit dem Arbeitnehmer vereinbart werden.

Wichtig: Als Werktag gelten alle Tage außer Sonntage und Feiertage, an dem das Arbeiten grundsätzlich erlaubt und möglich ist.

Muss der Urlaub vertraglich geregelt sein?

Nein, den gemäß §1 (BUrlG) hat jeder Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.

Wichtig: Jeder Urlaubsanspruch ist an eine sechsmonatiges Bestehen des Arbeitsverhältnisses geknüpft. Natürlich kann der Arbeitgeber auch während der Probezeit Urlaub gewähren.

Ab wann haben Sie Anspruch auf den vollen Jahresurlaub?

Jeder Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als die erste Hälfte des Kalenderjahrs (1. Juli) besteht, hat einen gesetzlichen Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Aufgepasst: Formulierungen im Arbeitsvertrag, dass der Urlaub im Jahr des Eintritts und Ausscheidens nur anteilig gewährt wird, sind bezogen auf den gesetzlichen Mindesturlaub ungültig.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer hat einen vertraglich vereinbarten Urlaub von 30 Tagen.

  • Scheidet er am 30. Juni, d.h. in der ersten hälfte des Kalenderjahrs aus der Firma aus, hat er einen gesetzlichen Anspruch auf 15 Urlaubstage.
  • Verlässt er die Firma am 1. Juli oder wenig später, d.h. in der zweiten Hälfte des Kalenderjahrs, hat er einen Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Urlaubstagen.

Darf der Arbeitgeber den Urlaubsantrag ablehnen?

Grundsätzlich gilt: Der Urlaub muss gewährt werden. Nur in bestimmten und dringenden Fällen kann der Arbeitgeber dem Urlaubsantrag widersprechen. Liegt jedoch ein Anschluss an medizinische Versorge- oder Reha- Maßnahmen vor, so muss der Arbeitgeber den Urlaub gewähren.

Aufgepasst: Im Fall, dass ein Arbeitgeber den Urlaubsantrag ungerechterweise verweigert, steht dem Arbeitnehmer dennoch nicht das Recht zur Selbstbeurlaubung zu. Eine Selbstbeurlaubung führt im Zweifel zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Unser Tipp: Wenden Sie sich im Fall einer Ablehnung Ihres Urlaubsantrags unverbindlich an einen Rechtsberater.

Sind Resturlaubsansprüche bei Ausscheiden abzugelten?

Bei einem Ausscheiden nach der ersten Hälfte des Kalenderjahrs (01. Juli), ist der gesamte Jahresurlaub, soweit nicht genommen, vollständig an den Arbeitnehmer auszuzahlen.

 

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