Arbeitsvertrag - Das steht drin!

Arbeitsvertrag – Das steht drin!

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ContractUnter einem Arbeitsvertrag versteht man einen gegenseitigen Vertrag, zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitgeber verpflichtet sich durch diesen Vertrag zur Gewährung des vereinbarten Arbeitsentgelt, der Arbeitnehmer verpflichtet sich zur Leistung der versprochenen Arbeit. Grundsätzlich gilt für einen Arbeitsvertrag das Prinzip der Vertragsfreiheit. Bei Abschluss bleibt demnach die Freiheit zu entscheiden, ob, mit wem, in welcher Form und mit welchem Inhalt dieser Vertrag aufgesetzt wird.

Was muss in einem Arbeitsvertrag stehen?

Gehalt
Grundsätzlich ist das Bruttogehalt für den Monat oder das Jahr angegeben. Zusätzlich zum Grundgehalt können Zulangen oder Prämien im Arbeitsvertrag vermerkt sein. Sofern keine Angaben darüber gemacht werden, muss die Vergütung am letzten Werktag des Monats auf dem Konto des Arbeitnehmers sein.

Arbeitszeiten
Die Regelmäßigen Wochenarbeitszeiten sind schriftlich im Vertrag festzuhalten. Üblich sind hierbei 35-40 Stunden pro Woche zu leisten. Wichtig: Nach dem Arbeitsgesetzt darf die tägliche Arbeitszeit nur in bestimmtem Ausnahmen acht Stunden überschreiten.

Krankheit
Ein Hinweis auf das Entgeltfortzahlungsgesetzt reicht hier aus. In diesem wird besagt, dass im Falle einer Krankheit der Arbeitnehmer dazu verpflichtet ist, so schnell wie möglich seine Abwesenheit mitzuteilen hat und der Arbeitnehmer eine Verpflichtung hat, sechs Wochen lang das Gehalt weiterzuzahlen.

Kündigung
Nach Abschluss der Probezeit – sofern nicht anders vermerkt – haben beide Parteien eine Kündigungsfrist von vier Wochen. Hierbei genügt ein Hinweis auf das Kündigungsschutzgesetz im Arbeitsvertrag.

Befristung
Hier legt der Arbeitgeber fest, ob das Arbeitsverhältnis für den Arbeitnehmer befristet oder unbefristet ist. Gibt es keinen Grund, dürfen Befristungen höchstens über zwei Jahre gehen und in diesem Zeitraum bis zu drei mal verlängert werden. Ausnahmen bilden hier Gründe wie z.B. eine Elternzeitvertretung.

Nebentätigkeit
Der Arbeitnehmer kann im Arbeitsvertrag fordern, dass der Arbeitnehmer Nebentätigkeiten anmelden muss. Generell ist es gestattet, im Urlaub oder an freien Tagen woanders zu arbeiten.

Ort
Der Sitz des Arbeitgebers ist im Regelfall als Arbeitsausübungs Ort festgeleht. Gibt es Ausnahmen, wie z.B. das Arbeiten von Zuhause oder einen häufigen Wechsel des Arbeitsorts, so sollte dies auch im Vertrag festgelegt sein.

Probezeit
Im Regelfall beträgt die Probezeit sechs Monaten. In dieser Zeit können beide Parteien mit einer Frist von zwei Wochen und ohne Angabe eines Grunds das Arbeitsverhältnis kündigen. Eine Probezeit ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt, sofern beide Seiten damit einverstanden sind, kann auf sie verzichtet werden.

Schweigepflicht
Die Schweigepflicht muss nicht explizit im Arbeitsvertrag festgehalten werden, ist der Arbeitnehmer durch die gesetzliche Treuepflicht dazu verpflichtet, über Betriebsinterna und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren.

Unser Tipp: Lesen Sie ihren Arbeitsvertrag genau durch und klären sie offene Fragen sofort mit ihrem Arbeitnehmer. Nehmen Sie den Vertrag dafür mit nach Hause und nehmen Sie sich genügen Zeit, Punkt für Punkt durchzugehen. Sollten Sie Unstimmigkeiten finden, sprechen Sie diese immer sofort an und verlangen Sie eine Änderung der Bedingungen. Wenn Sie sich unsicher sind, ziehen Sie einen Rechtsanwalt zu rat und lassen Sie diesen über Ihren Arbeitsvertrag schauen. So können Sie sich vor späteren Problemen optimal schützen.

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