Arbeitsunfall - Wenn Arbeit krank macht!

Arbeitsunfall – Wenn Arbeit krank macht!

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Arbeitsunfall - Wenn Arbeit krank macht!Die gesetzliche Unfallversicherung vermeldete für die gewerbliche Wirtschaft und den öffentlichen Dienst im Jahr 2013  874.514 meldepflichtige Arbeitsunfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder tödliche Folgen hatten.

 

 

 

874.514 Arbeitsunfälle

Davon waren 14.990 schwere Arbeitsunfälle, bei denen es zur Zahlung einer Rente oder eines Sterbegelds gekommen ist. 455 Arbeitsunfälle verliefen tödlich. Zu den Arbeitsunfällen sind 185.667 meldepflichtige Wegeunfälle mit 5.146 Wegeunfallrenten und 317 tödliche Wegeunfälle hinzurechnen (Quelle: DGUV Spitzenverband).  Erleidet ein Arbeitnehmer einen Arbeitsunfall, geht es oft um seine persönliche Existenz. Wenn dann die Berufsgenossenschaft die Leistung verweigert, ist anwaltlicher Rat unabdingbar.

Unfallversicherung schützt Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Jeder Unternehmer ist kraft Gesetzes Mitglied eine Berufsgenossenschaft. Damit ist jeder Mitarbeiter kraft Gesetzes in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Die Höhe der Beitragsumlage richtet sich nach der Gehaltssumme und der Gefahrenklasse des Unternehmens. Der Unternehmer hat jeden Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen oder zum Tod führt sowie festgestellte Berufskrankheiten anzuzeigen. Die Berufsgenossenschaft tritt ein, wenn der Arbeitnehmer den Unfall nicht selbst verschuldet hat, alle Unfallschutzmaßnahmen eingehalten wurden, die Verletzung nicht Folge einer tätlichen Auseinandersetzung war, der Arbeitnehmer sich nicht pflichtwidrig verhalten hat und kein Rauschzustand vorlag.

Durch die Unfallversicherung wird die privatrechtliche Haftpflicht des Unternehmers gegenüber dem verletzten Mitarbeiter und dessen Angehörigen infolge des Eintretens der Berufsgenossenschaft abgelöst. Der Unternehmer ist  für den durch den Arbeitsunfall verursachten Personenschaden nur dann ersatzpflichtig, wenn er den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat.  Diese Haftungsbefreiung gilt auch für Ersatzansprüche des versicherten Mitarbeiters und dessen Angehörigen gegenüber in demselben Betrieb tätigen Betriebsangehörigen, wenn der Arbeitsunfall durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurde. Der Gehaltsausfall wird durch den Lohnfortzahlungsanspruch zunächst überbrückt. Nach sechs Wochen zahlt die Krankenkasse im Auftrag der Unfallkasse das Verletztengeld. Es beträgt 80 % des Bruttolohnes. Arbeitnehmeranteile zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung werden abgezogen. Die Krankenkasse holt sich die Zahlungen von der Unfallversicherung zurück.

Nachweis der Ursächlichkeit ist oft problematisch

Der Unfallversicherungsträger leistet nur, wenn sich der Arbeitsunfall während der Arbeitstätigkeit, auf dem kürzesten Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte und zurück (Wegeunfall) ereignet haben oder eine erkannte Berufskrankheit eingetreten ist, die eine Erwerbsminderung von mindestens 20 % zur Folge hat. Der Arbeitsunfall muss im ursächlichen Zusammenhang mit der versicherten beruflichen Tätigkeit stehen. Der Mitarbeiter muss der Gefährdung im Unfallzeitpunkt tatsächlich ausgesetzt gewesen sein. Problematisch ist der Ursachennachweis dann, wenn der auf den Unfall zurückzuführende Gesundheitsschaden erst zeitlich verspätet eintritt oder sich allmählich entwickelt. Der Ursachenzusammenhang fehlt, wenn das Unfallereignis nur der äußere Anlass für den Ausbruch einer bereits existenten Krankheit ist. Der ursächlichen Zusammenhang fehlt bei Unfällen, die durch Elementarereignisse (Unwetter, Blitzschlag) hervorgerufen werden oder wenn die Gefahr in den persönlichen Verhältnissen des Verletzten ihren Ursprung hat. Bei Wegeunfällen dürfen keine eigenwirtschaftlichen oder persönlichen Zwecke verfolgt worden sein (Umweg zum Einkaufen, Kinder abholen). Da die gesetzliche Unfallversicherung nur Arbeitsunfälle begrenzt abdeckt, sollte der Versicherungsschutz durch eine private betriebliche Gruppenunfallversicherung ergänzt werden.

Die Leistungen der Unfallversicherung bestehen darin, dass alle Maßnahmen bezahlt werden, die die Erwerbsfähigkeit des Verletzten wiederherstellen. Dazu gehören Heilbehandlung, Rehabilitation, Verletztengeld, Verletztenrente, Sterbegeld, Renten und Überbrückungshilfen an Hinterbliebene.

 

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2 Kommentare

  1. ana

    Na poslu Sam Pala Sa stepenica i povrijedila kicmu, uva i ruke. Tokom bolovanja Sam dobila otkaz od poslodavca. Pitam vas Dali je to moguce i dozvoljeno. Hvala unaprijed.

    Übersetzt: Bei der Arbeit bin ich von der Treppe gefallen und habe dabei Verletzungen an Rücken, Ohren und Händen erlitten. Mein Arbeitgäber hat mir daraufhin während des Krankheitsurlaubs gekündigt. Ist das erlaubt?

    Antworten

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